Der schnelle Funkstandard hat das lästige Hantieren mit Datenkabeln abgelöst. Tatsächlich ist mit Bluetooth jedoch auch ein reales Sicherheitsrisiko verbunden, denn selbst Gelegenheits- Hacker können sich via Bluetooth leicht unbemerkt Zugang zu fremden Smartphones verschaffen.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Handy-Nutzer einige Vorkehrungen treffen — und zwar auch, wenn sie Bluetooth überhaupt nicht nutzen. Ganz gleich, ob es darum geht, Daten zwischen Smartphone und PC zu synchronisieren, das Mobiltelefon an das Pkw-Soundsystem zwecks Freisprechen zu koppeln oder als Modem fürs Surfen mit dem Notebook oder Tablet zu nutzen: Bluetooth ist als einfacher und vielgenutzter Standard für die Datenübertragung beliebt.

WLAN-Passwort hacken in wenigen Minuten – So geht's!

Allerdings macht die weite Verbreitung den Bluetooth-Standard auch für Hacker interessant. Viel Aufwand oder spezielles technisches Wissen braucht der Täter dafür nicht. Software-Tools zum Knacken von Bluetooth findet er schnell im Internet. Beste Chancen haben Kriminelle beim so genannten "Pairing", wenn also zwei Geräte erstmalig miteinander via Bluetooth Verbindung aufnehmen.

Ehe der Nutzer merkt, dass ein Fremder auf die Funktionen seines Smartphones zugreift, ist es oft schon zu spät. Das ist nicht nur ärgerlich, denn wenn die Geräte daraufhin unter Eingabe der PIN erneut verbunden werden, können Eindringlinge diese abfangen und sich so Zugang verschaffen. Gerade ältere Geräte nutzen einen nicht veränderbaren Standardschlüssel zur Authentifizierung "" oder "". Angreifer können dadurch relativ leicht eine Verbindung herstellen und zum Beispiel Gespräche belauschen.

Fragen Sie daher gleich beim Kauf der Geräte nach, wie die Verbindung bei dem Gerät verschlüsselt wird. Auch Schadsoftware kann sich via Bluetooth verbreiten. Es ist nicht nur aus Sicherheitsgründen sinnvoll, Bluetooth nur dann zu aktivieren, wenn die Funktion benötigt wird.

Das Ausschalten von Bluetooth verlängert auch die Akkulaufzeit. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion. Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Sein neues iGadget hat er gleich am Morgen des ersten Verkaufstags im Apple Store bekommen — ohne schon Tage vorher am Kurfürstendamm campiert zu haben. Ich möchte verstehen, wie die Gegenstände in unserem Leben funktionieren und gegebenenfalls verbessert werden können. Ich mochte deshalb auch immer die Naturwissenschaften und habe Physik studiert, um diese Sachen auf einer fundamentalen Ebene zu verstehen.

Wenn ich nicht direkt den Schlüssel für ein Problem habe, versuche ich es trotzdem mit den vorhandenen Mitteln zu lösen. Hier, ich zeige dir, was ich meine. Ben kramt aus seiner Tasche zwei gleich aussehende Batterien. Der Mann ist offenbar auf alles vorbereitet. Wenn ich herausfinden will, welche von den beiden Batterien leer und welche voll ist, müsste ich sie normalerweise in ein Testgerät oder einen Verbraucher legen. Da ich aber beides nicht zur Hand habe, improvisiere ich. Dabei lässt er die Batterien nacheinander auf die Tischplatte fallen.

Während die eine noch einmal kurz abfedert, kippt die andere satt zur Seite weg. Das ist ein klassischer Alltags-Hack.

Pin oder Mustersperre vergessen? So knacken Sie Ihr Handy

Wem dient Deine Arbeit? Ich möchte niemandem gegenstandslos Angst einjagen, sondern Menschen auf Sicherheitsrisiken aufmerksam machen. Sie sollen die Gefahren selbst einschätzen und entscheiden können, ob sie etwas dagegen unternehmen wollen. Meine Eltern beispielsweise nutzen dank meiner Erklärungen längere und verschiedene Passwörter. Wenn ich ein Angreifer wäre, würde ich zuerst versuchen herauszufinden, wie oder ob das Gerät überhaupt geschützt ist. Gibt es eine Bildschirmsperre? Wenn ja, handelt es sich dabei nur um einen vierstelligen PIN, einen Fingerabdruck oder — wie bei manchen Android-Geräten — um ein Wisch-Muster oder eine Gesichtserkennung?

Darf man vom Sperrbildschirm aus mit dem Sprachassistent reden? Ein professioneller Angreifer kann diese Dinge sehr schnell herausfinden und entscheidet, was zu tun ist. Mit diesem Code knackt man also rund jedes achte Handy. Die meisten Leute benutzen eine PIN, die sie sich leicht merken können, zum Beispiel die Geburtsjahre von bis Wenn das Telefon zusätzlich mit einem Fingerabdruck gesichert ist, würde ich zunächst ein Foto machen, damit meine Fingerabdrücke nichts verschmieren. Aber das funktionierte bisher auch mit jedem anderen Gerät, mit dem wir die Methode getestet haben.

Was lässt sich auf der Stelle mit der Sprachsteuerung anstellen?

Teil 1: Wie Sie ein iPhone mit SIRI hacken, um den Passcode zu umgehen

Ben nimmt mein gesperrtes Handy und hält die Home-Taste gedrückt, um Siri zu aktivieren und fragt:. Siri liest sämtliche ungeöffnete Nachrichten vor und fragt, ob man eine Antwort diktieren möchte. Interessant ist auch, dass ich vom Sperrbildschirm zwar keine Apps öffnen, aber Anrufe einleiten kann. Und da ich am oberen Bildschirmrand sehe, wer dein Provider ist, lass ich über Siri einfach die Nummer deiner Mailbox wählen. Über den Ziffernblick kann ich dann durch das Menü wandern und mir deine Sprachnachrichten anhören.

Je prominenter die Person, umso interessanter können die Nachrichten sein.

WhatsApp hacken: Alle Nachrichten auf dem Handy mitlesen

Diese sollten bei einem gesperrten Gerät nicht zugänglich sein, sie sind aber aus Komfortgründen freigeschaltet. Deshalb sollte man in den Einstellungen den Zugang zum Sprachassistenten vom Sperrbildschirm dringend sperren. Grundsätzlich ist das Android-Ökosystem vielfältiger und seine Sicherheit deshalb schwerer zu beurteilen. Die Geräte unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Die neueren Geräte enthalten Verschlüsselungsroutinen, wenn eine Bildschirmsperre aktiviert ist.

Ein iPhone ist grundsätzlich immer gleich, es sei denn es ist gejailbreakt. Aber dann ist das Sicherheitsversprechen ohnehin nicht mehr gegeben. Deshalb reicht es in den meisten Fällen, die Bildschirmsperre zu aktivieren und den Sprachassistenten auszuschalten.